Das System wehrt sich – mit allen Mitteln!
Da wird dann bewusst und mit klarer Zielsetzung der Austritt einiger weniger politisch untalentierter Egomanen und Krakeeler aus unserer Partei zum Untergang der LINKEN hochstilisiert. Die demgegenüber stehenden massenhaften Eintritte in die hessische LINKE (allein 750 im letzen Jahr) werden dagegen höchstens in einem Nebensatz erwähnt. So brauchte die Frankfurter Rundschau eine ganze Woche, um in einer Minimeldung den Beitritt des Kreisvorsitzenden der Frankfurter VDK, Walter Ofer, in DIE LINKE. zu vermelden.
Der Austritt des „bekennenden Kommunisten“ Pit Metz aus der Partei wird dagegen in halbseitigen Meldungen tagelang journalistisch ausgeschlachtet. Ausgerechnet derjenige, der (Gott sei Dank!) nur für eine Woche LINKE-„Spitzenkandidat“ in Hessen war und von den Medien damals als Untergang des demokratischen Abendlandes betrachtet wurde, wird nun von denselben Medien zum armen aufrichtigen Politiker hochstilisiert, der den „bösen“ LINKEN den Rücken kehrt.
Was die Medien nur zu gerne verschweigen oder gar nicht erst recherchieren wollten: Diejenigen, die nun unter großem selbstinzeniertem medialem Getöse aus unserer Partei ausgetreten sind und den Schlammkübel unhaltbarer Unterstellungen und Behauptungen über uns auskippen, wollten eine andere Partei als die überwältigende Mehrheit der Basis. Wer allerdings aus der Partei DIE LINKE. eine Neuauflage der SPD oder der DKP machen will, ist bei uns tatsächlich fehl am Platze. Unsere soziale und gesellschaftliche Vision geht eben weiter als bei diesen gescheiterten Altparteien. Insoweit sind wir nicht gerade traurig, dass sich nun, wenn auch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, die Spreu vom Weizen trennt.
Besonders auffällig ist auch die Diskrepanz zwischen den angeblich „repräsentativen“ (???) Umfragen, welche DIE LINKE. bei 5 Prozent und darunter sehen und der vielfach positiven Resonanz bis hin zum spontanen Parteieintritt, welche DIE LINKE. an den Infoständen von den Frankfurter Bürgerinnen und Bürger erfährt. Offenbar sind die Bürgerinnen und Bürger doch politisch weit mündiger, als die Medien glauben. Hier zeigt sich, dass das persönliche Gespräch mit den Menschen an den Infoständen und auf den Straßen im Wahlkampf unverzichtbar ist.
Darum wir DIE LINKE. wieder in den hessischen Landtag einziehen und das ist gut so!
Hans-Joachim Viehl
Stadtverordneter der Fraktion DIE LINKE. im Römer und sozialpolitischer Sprecher

