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Gregor und Oskar auf dem Römerberg – Krönender Höhepunkt des LINKEN-Wahlkampfs

Wer bei winterlichen Temperaturen den Frankfurter Römerberg füllen kann, der muss wohl deutlich mehr Sympathien bei den Bürgerinnen und Bürgern genießen, als es den neoliberalen Medien lieb ist.

Rund 1600 Menschen waren am frühen Freitagabend auf den Römerberg gekommen, um Gregor Gysi und Oskar Lafontaine zuzuhören. Den Anfang machte Gregor Gysi mit einer furiosen Rede, in der er die soziale Spaltung im Lande geißelte und dafür warb, den vier neoliberalen Parteien in Hessen keine Stimme zu geben und stattdessen mit beiden Stimmen DIE LINKE. zu wählen. Gregor, der an diesem Tag seinen 61. Geburtstag

feierte, wünschte sich 6,1 Prozent der Stimmen. „Das würde mir schon reichen!“, rief er unter dem Applaus der 1600. Aber Gregor, warum so bescheiden? Naja, bis zu den 61 Prozent für Die LINKE. müssen wir noch ein bißchen Überzeugungsarbeit leisten. 

Janine Wissler „dankte“ der SPD für ihren Wahlslogan „Wer sonst schaffe den gesetzlichen Mindestlohn, kleinere Klassen, ein besseres Bildungssystem“ usw, der für jeden aufmerksamen Bürger ja ganz einfach zu beantworten sei: Natürlich DIE LINKE., wer sonst!?

Oskar Lafontaine machte aus seiner Verachtung für die neoliberalen Sozialabbau-Parteien SPD und GRÜNE keinen Hehl: „Wer hat denn die Heuschrecken fressen lassen, wer hat denn erlaubt, dass Banken Zweckgesellschaften für ihre faulen Papiere gründen?“ Dieser Liberalismus sei auf allen Ebenen gescheitert. „Und wer zahlt jetzt die Milliarden zur Rettung der Banken?“ fragt er. „Nicht die Superreichen, die für die Krise verantwortlich sind, sondern die Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslosen.“

Oskar schwor die 1600 begeisterten Zuhörer zum Abschluss darauf ein, keine Stimme an CDU, FDP, SPD und GRÜNE zu verschwenden, sondern am 18. Januar die einzige Garantie für eine Abwahl Roland Kochs zu wählen – DIE LINKE.

Der Reporter der Frankfurter Rundschau muss allerdings entweder nachtblind gewesen sein oder aber nicht rechnen können, wenn er von 500 Zuhören schreibt. Vielleicht ist aber auch das Zeilenhonorar der schreibenden Zunft bei der FR mittlerweile so niedrig, dass sich der arme Mann Zahlen über 500 nicht mehr vorstellen kann.

Hans-Joachim Viehl

 

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